Reisen bildet

« Vorangehende Artikel Nachfolgende Artikel »

Mallorca im Winter (und Regen)

Von Rolf Strathewerd | 05.03.2011

Mallorca Anfang März hat mehr vom Frühling als Deutschland zur gleichen Zeit. Aber wie wir diesmal erleben mussten, kann es dabei auch -ganz wie zu Hause – regnerisch und kalt sein (ganz im Gegensatz zu unserer Reise vor gut einem Jahr).




Aber schön ist es trotzdem, vor allem wenn man rumlaufen kann, das Grün der Natur genießt und auch mal einen Regenbogen zu Gesicht bekommt.

Themen: Reisen bildet | Kein Kommentar »

Andalusien

Von Rolf Strathewerd | 01.11.2010

Nach einer Woche Rundreise durch Andalusien sind wir in Frigiliana angekommen, unserem Ruhe- und Erholungsort. Die letzten Tage waren erfüllt von großartiger Architektur und wunderschönen Gärten, aber sie waren auch anstrengender als zunächst gedacht. Die meisten Stationen – Granada, Cordoba und Sevilla – waren so groß, dass man erst einmal einen Tag zur Akklimatisierung brauchte. Jede der Städte hat ihre eigene Struktur, die erst man einmal kennenlernen muss. Lediglich Ronda, die letzte Station, war so übersichtlich, dass sie ohne Anstrengung entdeckt werden konnte.

Was lässt sich aus unserer durchreisend-touristischen Perspektive zu den Städten sagen?

Granada: Die Alhambra ist wirklich so groß, dass man ohne Schwierigkeiten eine Tag in ihr zubringen kann. Nur sollte man ein Bütterchen einpacken, denn die Versorgung mit Nahrungsmitteln ist in ihren Mauern eher minimal.

Cordoba: Die Mesquita ist wirklich einzigartig. Eine riesige Moschee, die nach der Reconquista mit gewagten baulichen Veränderungen in eine Kirche umgewandelt wurde. Umgeben ist sie von einer schönen, verwinkelten und verkehrsberuhigten Altstadt.

Sevilla: Ein echter Kontrast zu Cordoba, jedenfalls was die Atmosphäre angeht. Die Stadt wirkte auf uns wesentlich unruhiger und lauter (das bei der Anfahrt uns der Navigator unbedingt Busspuren entlangführen wollte, machte die Sache auch nicht einfacher). Highlight der Stadt für uns waren die Alcázares Reales. Der Dom protzte in erster Linie durch seine Größe und die Placa Espana strahlte eine merkwürdige Künstlichkeit aus.

Ronda: Das Städtchen mit der 100 Meter hohen Brücke zwischen seinen beiden alten Ortsteilen ist einfach fotogen.

Und jetzt erholen wir uns abseits aller japanischen Reisegruppen in einem Häuschen, das unserer Traumunterkunft ziemlich nahe kommt.

Themen: Reisen bildet | Kein Kommentar »

Nordspanien

Von Rolf Strathewerd | 12.09.2010

Nordspanien – oder genauer Kantabrien – ist seltsam: es war unser erster Besuch dort und alles wirkte gleichzeitig vertraut und fremd. Es schien wie ein Mosaik aus anderen Landstrichen; etwas Portugal, belgische Küste, deutsches Mittelgebirge, Balearen, Normandie, Italien, kurz von allem etwas. Für einen Nordspanier dürfte es genau umgekehrt sein, wenn er in Europa umher reist; es ist immer etwas wie zu Hause, aber etwas fehlt auch immer.

Es ist eine sehr grüne Landschaft und die Berge beginnen direkt hinter den Stränden und Buchten. Im Gegensatz zu beispielsweise den Balearen sind hier die Reisenden aus dem Ausland eine überschaubare Minderheit; der Tourismus richtet sich hauptsächlich an Spanier.

Alles in Allem eine sehr lohnende Reise, leider mit ein paar Hürden versehen: erst erwischte mich eine Erkältung, dann ein paar Tage später Daniela. Das bremste dann etwas die Entdeckerfreude. Aber wenigstens habe ich ein neues Wort gelernt: el pañuelo – das Taschentuch.
Aber die Haupthürde war Ryanair, auf die wir uns leider als Fluggesellschaft eingelassen hatten. Der Hinflug war erwartet spartanisch unbequem und der Rückflug wurde gleich mal abgesagt. Grund war ein Streik der Fluglotsen in Frankreich. Eine Vorwarnung hatte es nur per EMail 4 Stunden vor Abflug gegeben. Der Service von Ryanair war dann atemberaubend: Geld zurück oder umbuchen auf den Flug zwei Tage später. Alles andere (wie ein Flug über London) wurde schlicht abgelehnt. Also erneut das Auto ausgeliehen und mal (mit Erkältung) den Bereich in Richtung Bilbao erkundet. Als wir dann am Donnerstag abend wirklich unsere Bordkarten in Händen hielten, waren wir erst mal erleichtert … bis sich herausstellte, dass das Flugzeug beschädigt war. Also zwei Stunden warten. Glücklicherweise hatte jemand Internetverbindung und konnte so herausfinden, was los war, denn von Ryanair bekommt man keine Auskunft (außer dem Hinweis auf die Homepage zu schauen). Wer es sich also traut mit diesen lustigen Leuten zu fliegen, der ist gut beraten ständig seine Mail zu kontrollieren und immer eine Verbindung ins Internet zu haben.

Oder das zu tun, was wir tun werden: nie wieder mit Ryanair fliegen. Ist einfach zu teuer.

Themen: Reisen bildet | Kein Kommentar »

Europäische und asiatische Gärten

Von Rolf Strathewerd | 10.06.2010

Ich liebe Parks und Gärten; bei diesem Post merkt man es vermutlich an der Zahl der Fotos.

Spannend war der Gegensatz des Gartens der Liebermann Villa und den asiatischen Gärten in den Gärten der Welt.

Max Liebermann ließ sich um 1910 für seine Villa am Wannsee einen für seine Zeit modernen und auch zutiefst europäischen Garten anlegen, der Elemente von Bauerngärten aufnimmt. Dass es diesen Garten heute noch (oder besser wieder) gibt, ist nach Enteignung durch die Nazis und pragmatischer Nutzung der Villa in der DDR einem privaten Verein zu verdanken.

Die Gärten der Welt liegen in mehrerlei Hinsicht genau auf der anderen Seite Berlins, mitten in Marzahn. Die einzelnen Gärten wurden mit Unterstützung aus Seoul, Tokio und Bejing gebaut und bieten quasi im Miniaturformat Beispiele für die Gartenarchitektur der einzelnen Länder. Dabei wurden im Prinzip die gleichen Pflanzen verwendet, wie auch bei Max Liebermanns Garten, dennoch ist die Wirkung eine ganz andere.

Jedenfalls auf den ersten Blick. Denn es gibt etwas, das alle Gärten unabhängig von Raumwirkung und Konzeption miteinander verbindet: sie sind für die Muße (altmodisches Wort, schöne Sache) gedacht.

Themen: Reisen bildet | Kein Kommentar »

Letztes Schachtzeichen

Von Rolf Strathewerd | 27.05.2010

Aus der Kulturhauptstadt in die Hauptstadt … noch ein letztes Schachtzeichen als Abschied und ein S-Bahnhof in Schöneberg, der geradezu ländlich aussieht (könnte auch Unna sein :) )

Themen: Reisen bildet | Kein Kommentar »

« Vorangehende Artikel Nachfolgende Artikel »