Ein Umzug frisst Resourcen. Und wenn er dann noch mit der Zusammenlegung von zwei Haushalten und einem Wohnungsverkauf verbunden ist, wird es ganz arg. Was bleibt (zu viel), was kommt weg (zu wenig), tragen, arrangieren und der Bürokratie Genüge tun.
Und auch, wenn wir schon im Januar mit den ersten Handgriffen begonnen haben, so blieb in den letzten Wochen keine Zeit zur Muße.
Wir haben zwar unheimlich viel geschafft, aber die reine Beschäftigung mit dem Nützlichen ist etwas, was Lebensqualität raubt. Die Phantasie nur noch zum Lösen von kleinen Problemen einzusetzen, lässt sie einrosten.
Um so schöner war der Moment am Sonntag, als die Wohnung leer, geputzt und übernahmebereit war.
Zeit für un-erhebliches, un-nützes und frag-würdiges.
Zeit fürs Leben.
Nebenbei: ein Umzug ist auch die hautnahe Erfahrung, dass Besitz unfrei macht (vor allem, wenn man diesen Besitz auch noch selber trägt).


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